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News / 28. March 2010 - 22:00 Uhr

Jugendprotesttag in Kassel: „Alle gemeinsam für die Zukunft kämpfen“

Die derzeitigen Zustände und Entwicklungen im Bildungssystem sind nicht weiter hinnehmbar! Weltweit sind Umstrukturierungen aller Lebensbereiche nicht mehr gemeinwohlorientiert, sondern den sogenannten Gesetzen des Marktes unterworfen. Seit ein paar Jahren ist auch das Bildungssystem in den Fokus solcher “Reformen” geraten: Bildungsgebühren und die Privatisierung treffen uns alle!

„Alle gemeinsam für die Zukunft kämpfen“, das soll das Motto eines Jugendprotesttages am 9. Juni in Kassel sein, den derzeit aktive Auszubildende, Studierende, Schülerinnen und Schüler vorbereiten. Der Aktionstag soll im Rahmen der bundesweiten Bildungsstreikaktionen stattfinden. Zu den ersten Unterstützern zählen die Gewerkschaftsjugend, der AStA der Universität Kassel, der Stadtschülerrat und verschiedene politische Jugendorganisationen.

Gründe für den gemeinsamen Protest gibt es genug. Die Situation an den Schulen ist miserabel, viel zu große Klassen, soziale Auslese oder ungesunder Leistungsdruck sind der Alltag von vielen Schülerinnen und Schülern. In der Uni verhindern Zulassungsbeschränkungen und hohe Studienkosten den freien Zugang zur Bildung. Die Lehre wird immer stärker am Markt, statt an den Bedürfnissen der Studierenden ausgerichtet. Die aktuelle Krise verschärft den ohnehin chronischen Ausbildungsnotstand. Viele Jugendliche landen von der Schulbank direkt in der Arbeitslosigkeit. Wer eine Ausbildung abgeschlossen hat, wird oftmals nicht oder nur befristet übernommen. Egal ob in Schule, Uni oder Betrieb: Auf allen Ebenen wird jungen Menschen gleichermaßen die Zukunft verbaut. Dabei wollen die aktiven Jugendlichen des Bündnisses nicht tatenlos zusehen und gemeinsamen Widerstand organisieren!

Auf einer Konferenz am 24. April soll gemeinsam mit allen Interessierten über Die Inhalte und Forderungen des Protests diskutieren werden, um anschließend zusammen eine Erklärung zu verabschieden. Davon ausgehend wird in den Kasseler Schulen, der Universität und verschiedenen Betrieben für den Protesttag mobilisiert, mit dem Ziel einen großen Demonstrationszug zu organisieren. Das nächste Treffen des Bündnisses „Zukunftsperspektiven erkämpfen“ findet am 6. April um 16 Uhr im DGB Haus statt.

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